Von sich selbst zu schreiben ist nicht möglich, ohne sich zum Objekt der Betrachtung seiner Vergangenheit zu machen. Wie trügerisch dies sein kann, zeigt die Dualität der Skizzierung der eigenen Größe oder seiner eigenen Nichtigkeit. In beiden Wesensarten will sich der sich selbst Portraitierende Größe verleihen, um sich den zu suggerieren in einer Begegnung der Führende, der Kontrollierende, der Bestimmende zu sein.

Trügerisch ist es, zu glauben, von sich selbst zu schreiben und doch von dem zu schreiben, was man sich angeeignet hat. Die Aufführung von Wissen und Fertigkeiten kann auf den Charakter eines Menschen hinweisen, und doch nichts von seinem Menschsein nahe bringen.

Dem Menschsein, dem im Inneren verborgenen Selbst, einen Ausdruck zu widmen, gelingt, wenn sich dieses Menschsein im Leser nicht perspektivisch verzerrt, sondern dank vorhandener Resonanz dieses Menschliche zum Vorschein kommt.

In meinem Erleben ist das zwischen uns Liegende das wirkliche Moment (lat. bewegende Kraft, Gewicht) aus welchem sich die Verteilung unserer Rollen ergibt. Ist mehr dynamisch, fluid, weniger fest.

Der Sinn zu sein, nicht, ihn zu finden.

Den Sinn zum Ziel und dieses zum Weg gemacht, nicht die Lust und die Macht zum eigenen Ziel zu formen und zu formulieren.

Von der Sehnsucht, nicht die Person zu Größe zu bringen – wo dies das Leben ohnehin erzwingt, sondern die Größe in der Welt zu ergründen und die Größe des Menschseins sowie der Menschlichkeit aufzuspüren.

Das Glück zu sein, nicht, es zu finden.

Von der Befreiung von Pflicht und Leistung zum Selbstausdruck gelangend. Von der Aufgabe, dass sich Abhängigkeit zu Vorliebe, Vorliebe zu Präferenz und  Präferenz zu Gleichmut wandelt.

Als durch die Unlust zum Mitdenken und Nachdenken die rechte Motivation dafür verflog, wollte ich alleine Reisen, alleine in meinem Kopf. Doch ich musste mehr und mehr erkennend, dass auch das Überdenken auf den Informationen beruhte, welche ich zuvor mit- und nachgedacht hatte.

So warf ich all das Gesammelte von mir, nicht um es gänzlich zu verwerfen, aber um es in einem neuen Geflecht, geprägt von Sinn und Wirklichkeit, wohlwollend in mir zu ordnen.

Nicht Ihnen die Errungenschaften meines Weges skizzieren, sondern Ihnen ein ahnendes Gefühl entstehen lassen, von einem Weg des Lebenssinnes, der pures Abenteuer werden kann.

Die Freiheit zeigt sich darin, den Weg sich selbst (Egoismus) vergessend zu beschreiten, so dass es nicht der Verstand ist, der die Freiheit konstruiert.

Sie haben nur einen Augenblick, und in diesem können Sie das Wunder des Lebens beschauen. Durch die Schau werden Sie immer wieder auf Sich selbst zurückgeworfen, die Schau wird auf Sie reflektiert, auf Sie zurückgeworfen, denn Sie selbst sind das Wunder.