Hypnosetherapie in Dresden

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Hypnose Dresden

Hypnose ist ein natürlicher Bewusstseinszustand

In der Literatur verzweigen sich die Beschreibungen von der Hypnose als Zustand, Prozess und Zugang.

Leider ist der Begriff irrtümlich geprägt worden und erschwert dadurch den Blick auf das eigentliche Geschehen. Dennoch kommt man in unserer Zeit nicht umhin diesen zu benutzen.

Meiner Ansicht nach ist mit Hypnose sowohl ein Zustand, ein Prozess wie auch der Zugang zum Unbewussten gemeint.

Alle 3 Beschreibungen bedingen einander.

Hypnose als Zustand

Gemäß meinem Verständnis und meiner Definition meint Hypnose mit dem Aspekt Zustand nicht die Trance. Die Trance ist lediglich ein Unterzustand des Zustandes der Hypnose.

Hypnose als Zustand beschrieben ist eine konzentrierte, auf das innere Erleben gerichtete Wachheit. Die Bewusstseinsaufmerksamkeit erhöht sich in Richtung unbewusster innerseelischer, geistiger und körperlicher Bereiche. Während somit die Konzentration auf das Innere zunimmt, fehlt die Konzentration auf das Äußere. Dies empfinden Hypnotisierte als Trance. Die Trance ergibt sich somit aus der Verlagerung der Konzentration auf das Innere.

Hypnose als Prozess

Bei dieser Beschreibung der Hypnose ist Vorsicht angebracht. Der Prozess daran kann nur sein, dass die Beobachtung der konzentrierten Aufmerksamkeit von Außen nach Innen verläuft. Dies geschieht jedoch auch oft unbewusst. Jeder Mensch gelangt mit seiner Wahrnehmung jeden Tag mehrmals unbewusst in sein Unbewusstsein, ohne diesen Prozess bewusst zu erleben. Da der Mensch oft ohne ein Zutun in diesen Zustand der nach innen gerichteten Aufmerksamkeit (welche nicht immer in Gänze empfunden werden kann, da diese oft von Ruhe und Stille erfüllt ist) kommt, kann als Prozess unmöglich das damit gemeint sein, was in diesem Zustand passiert.

Die wundervollen Wirkungen, welche von der Hypnose ausgehen, wirken völlig autonom ohne Gabe von Suggestionen jeglicher Form.

Hypnose als Zugang

Meinem Verständnis nach ermöglicht die Hypnose erst die Anschauung unbewusster psychischer und körperlicher Informationen, weil Sie im Prozess der Konzentrationsverlagerung das Tor dahin öffnet. Ebenso kann die Hypnose aber auch Tore zu anderen Dimensionen des Menschseins öffnen. Somit kann sie zielgerichtet eingesetzt, als ein Universalschlüssel dienen, sofern es mit den Absichten des Menschen, welcher gewisse Erfahrungen machen will, übereinstimmt.

Hypnose ist ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, welcher durch seine Empfänglichkeit für Ideen gekennzeichnet ist.
– Milton Erickson –

Hypnose ist ein mentaler Zustand, bei dem der kritische Faktor des Bewusstseins umgangen und selektives Denken etabliert wird.
– Dave Elman –

Vergleich von hypnotischer Trance mit anderen Trancezuständen

(nach Walsh 1992, überarbeitet von mir)

Die inzwischen in der westlichen Welt von zahlreichen Menschen praktizierten Bewusstseinsübungen Yoga und Meditation im Vergleich unterschiedlicher Aspekte Ihres Wesens mit dem der Hypnose.

 MeditationHypnoseYogaSchamanismus
Kontrolle des Zustandesjajajaja
Kontrolle des Inhaltsjateilweisejateilweise
Wahrnehmung des Umfeldesreduziertreduziertreduziertreduziert
Konzentrationfließendverstärkt fixiert oder fließendverstärkt fixiertverstärkt fließend
Kommunikationstark reduziertreduziertstark reduziertvorhanden
Aktivierungvermindertvermindert/erhöhtstark verminderterhöht
Affektpositivmeist positivpositivpositiv/negativ
Selbstgefühl (Identität)wandelbar fließenderhaltenunwandelbar transzendent„Seelenflug“
Außerkörperliche ErfahrungEntase: Dissoziation des Körperlichen möglichAssoziative oder dissoziative ZuständeEntase: Dissoziation des KörperlichenExtase: Verlassen des Körpers
InhaltErfahrung fließender Komponenten oder „reines Bewusstsein“zweckorientiert kohärentEinzelne Objekte oder „reines Bewusstsein“zweckorientiert kohärent

Hypnose ist nicht mehr oder weniger mystisch, geheimnisvoll als Meditation oder Yoga. Während diese Übungsformen ohne Vorbehalte von vielen Millionen Menschen teils täglich praktiziert werden, gibt es leider aufgrund von egozentrischen Showhypnotiseuren (angestachelt durch die Gier der Fernsehsender nach Zuschauerzahlen) erhebliche Zweifel an der Seriosität der Hypnose. Leider, kann man nur sagen, denn dadurch kommt der Mensch um die Möglichkeit die unterbewussten psychischen und physischen Informationen lösungsgerichtet zu transformieren.

Das Selbstgefühl und die Kontrolle des hypnotischen Zustandes bleibt immer erhalten.

Hypnose beim Aufwachen

Tagträumen, dahin schwelgen, phantasieren … und plötzlich sagt der Lehrer: „Aufpassen!“; oder der Partner: „Du hörst mir ja gar nicht richtig zu!“. Wir schwelgen in angenehmen Erinnerungen oder in zukünftigen Erlebnissen, während die äußere Welt still und unsichtbar wird. Hypnose ist ähnlich, nur dass Du immer hörst, was ich sage.

Hypnose beim Phantasieren

Tagträumen, dahin schwelgen, phantasieren … und plötzlich sagt der Lehrer: „Aufpassen!“; oder der Partner: „Du hörst mir ja gar nicht richtig zu!“. Wir schwelgen in angenehmen Erinnerungen oder in zukünftigen Erlebnissen, während die äußere Welt still und unsichtbar wird. Hypnose ist ähnlich, nur dass Du immer hörst, was ich sage.

Hypnose beim Einschlafen

Ein kurzer Moment vor dem Einschlafen, in welchem kein Platz mehr ist für das was war und das was wird. Der Zustand den Meditierende willentlich erreichen möchten. Nur wenige schaffen es, diesen Zustand über längere Zeit zu halten. In der Hypnose ist es einfacher. Und je besser Sie die Selbsthypnose für Ihr Einschlafritual nutzen lernen, desto schneller schlafen Sie ein.

Hypnose beim Yoga

Hypnose hat mit Yoga und auch der Meditation etwas wesentliches gemeinsam. In allen 3 Ausprägungen des hypnotischen Zustandes (hohe Anteile bei Meditation und Yoga vorhanden), behalten Sie die Kontrolle über diesen Zustand. So wie beim Yoga die Wahrnehmung der Umwelt in den Hintergrund tritt, ist es auch bei der Hypnose.

Hypnose beim Meditieren

In der Meditation ist das Gefühl für die eigene Identität wandelbar fließend, während es in der Hypnose erhalten bleibt. Die Hypnose kann auch dazu genutzt werden, die Selbstidentität kurzfristig aufzuheben, dies wird in der therapeutischen ursachenorientierten Hypnose jedoch niemals Ziel sein, da ja zwingend an der Identität gearbeitet wird.

Hypnose beim Baden

Sowohl beim Baden als auch in der Hypnosetherapie geht es um Reinigung. Zum einen um die Äußere und zum anderen um die Innere. Und eine Gemeinsamkeit ist, dass Sie tief entspannen. Beim Baden nehmen Sie so wenig von der Umwelt wahr, dass Ihr Unterbewusstsein Sie plötzlich auf das abgekühlte Wasser aufmerksam macht. Ihr Unterbewusstsein handelt immer in Ihrem Interesse, auch in der Hypnose.

Hypnose beim Autofahren

Sie kennen das. Ausfahrt verpasst. Oder 30km gefahren, ohne die geringste Erinnerung an die „unbewusst“ abgefahrene Strecke. Sie waren in Trance und Ihr Unterbewusstsein hat für Sie alles geregelt. Sie haben „unbewusst“ auf die anderen Verkehrsteilnehmer geachtet, den Gang gewechselt, den Blinker gesetzt. Und Sie wissen davon nichts. Das ist der Unterschied zur Hypnose. In der therapeutischen Trance wissen Sie ganz genau was passiert. Das Autofahren in Trance wie auch die Hypnose, haben nichts mit Schlaf zu tun, denn hätte Trance was mit Schlaf zutun, bräuchten Sie sich um den tatsächlich gefährlichen Sekundenschlaf keine Sorgen mehr machen.

Hypnose beim Joggen

Die ersten Kilometer spüren Sie noch alles. Schuhe, Hose, Untergrund, Atem, Füße und anderes. Doch wenn Sie sich einmal eingelaufen haben und all diese äußeren Dinge Ihre Aufmerksamkeit verlieren, wenden Sie sich ganz von allein Ihren inneren Gedanken und Erinnerungen. Oder Sie gestalten Ihre Träume aus. Mir geht es so, dass ich aufgrund dieses Trance-Zustandes dieses innere Treiben oft als eher neutral wahrnehme, während dies ohne Trance wesentlich gefühlvoller empfunden werden kann. Irgendwie ist da ein Abstand. Ich werde auf wundersame Weise zum Beobachter dieser inneren Psychodynamik.

Hypnose beim Musikhören

Töne, Klänge, Melodien und Bass entführen Sie in einen Zustand innerer Fokussierung. Sie hören auf mit Ihren Gedanken zu spekulieren, und lassen Sie tragen von den Wellen der Harmonie. Und sind in Ihrer inneren Gefühlswelt abgetaucht, vergessen Sie Ihren Körper und seine Sorgen. Sie sind in Trance.

Hypnose beim Küssen

Sich auf den anderen zubewegen, die Sie bedrängenden Lüste brauchen keine Koordinaten, die Münder treffen ganz frei in wie von Amor festgelegter harmonischer Zielsicherheit aneinander, während Sie Wahrnehmung an Raum und Zeit ins Unendliche verdrängen. Die äußere Welt steht still. Es ist wie Trance, doch beim Küssen wirkt da noch die Magie.

Hypnose im Kindesalter

Ein Kind lernt schnell. Vieles gleichzeitig. Es kommt zur Welt ohne Meinung, ohne bewusstes Wissen. Dann saugt es wie ein Schwamm alles auf. Unreflektiert, urteilslos, ohne jede Bewertung. Übernimmt. Ahmt nach. Der bewusste Verstand ist noch nicht ausgebildet, auch nicht das persönliche Unterbewusstsein. Ohne Grenzen strömt alles ein, ohne Schutz. Als Erwachsener haben Sie ein auch ausgebildetes Unterbewusstsein, das Sie schützt, auch in der Trance, aber nur vor dem, was für Sie gefährlich ist, was Ihnen Nachteile bringt. Was ist aber wenn Sie dem Therapeuten Suggestionen mitteilen, welche nicht Ich-zugehörig sind, weil Sie Ihnen als Kind – ohne Schutz – als begehrenswert eingetrichtert wurden?

Hypnose bei Unfallopfern

Eine Fokussierung auf einen bestimmten Punkt im Äußeren oder im Inneren führt in die Trance. In die Verlagerung auf ein kon-zentriertes Ziel. Schmerz, Blut, Unfallhergang, Gewalterfahrung. Menschen unter Schock, bewusstlos oder scheinbar getrübt sind in Trance. Suggestionen der Heilung wirken. Finden Sie ein Unfallopfer, sagen Sie: „Hilfe ist unterwegs, die Heilung hat begonnen.“

Mythologie der Hypnose

Die griechischen Götterzwillinge HYPNOS (Schlaf) und THANATOS (Tod), Söhne der Urgöttin NYX (Nacht), die auch Mutter des Lichtes und des Tages ist. Hier nehmen Sie die Leiche des gefallenen SARPEDON in Ihre Obhut.

Hypnos ist nicht nur der Gott des Schlafes, sondern beherrscht auch den Fluss Lethe, den Strom des Vergessens, den die Seelen auf dem Wege in die Unterwelt (symb. auch das Unterbewusstsein) überschreiten. Seine Macht des Einschläferns übt er sogar an ZEUS aus. Die vier Traumgötter sind seine Kinder. Er ist meist als geflügelter Jüngling mit einem Mohnstengel (Schlafmohn) in der Hand dargestellt.

Quelle: Meinhold, Werner J.: Das grosse Handbuch der Hypnose (2015)

Mythologie der Hypnose

Trancetiefen in Hypnose

Je tiefer, desto effektiver.

In Abhängigkeit von Ihren Zielen ist eine gewisse Trancetiefe erforderlich, um Veränderungen nachhaltig zu erwirken. In einer tiefen Trance – Sie sind genauso wach, wenn nicht wacher, wie wenn Sie im Alltag für einen kurzen Moment die Augen schließen und sich auf Ihr inneres Geschehen konzentrieren – können vom Unterbewusstsein archivierte Erlebnisinhalte leicht und weniger verfälscht abgerufen werden. Suggestionen wirken posthypnotisch, wenn diese in Übereinstimmung mit Ihren wirklichen Zielen und in Übereinkunft mit Ihrem Unterbewusstsein suggeriert wurden. Als Zeuge verfolgen Sie die Sitzung mit dem inneren wachsamen Auge und Ohr.

Je stärker die Verlagerung der Konzentration und Aufmerksamkeit auf das eigene innere Geschehen, desto tiefer die Trance. Je tiefer die Trance (bis zu einem gewissen Grad), desto nachhaltiger die Wirkung gegebener Suggestionen für Ihre gewünschten Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln.

Leichte Trance

Eine leichte Trance ermöglicht Ihnen offen und in Gewahrsein Ihres ganzen Menschseins (Ihrer ureigenen Ganzheitlichkeit) von Ihrem Erleben zu sprechen. Je nach Atemlage und anderen Faktoren während einer Sitzung kann diese spontan und ohne Suggestionen des Hypnotiseurs eintreten. Sie ist besonders geeignet, wenn Sie in vollem Gewahrsein von sich selbst erzählen, um mir einen Einblick in Ihr inneres Geschehen zu gestatten.

Mittlere Trance

In der mittleren Trance, auch Hypotaxie genannt, können Sie die Gefühle und Bilder früherer Erlebnisse, welche tief verborgen in Ihnen gespeichert sind, wieder erleben. Dadurch lässt sich einfacher feststellen, warum gewisse Blockaden oder immer wieder in der Gegenwart erlebte Konfliktsituationen aufkommen und / oder anhalten. Somit kann zielgerichteter an der Veränderung von Denken, Fühlen und Handeln gearbeitet werden.

Bereits in diesem Stadium kann willentlich Einfluss auf körperliche Vorgänge genommen werden. In der mittleren Trance kann der positive Effekt der Hypermnesie (stark gesteigerte Gedächtnisleistung) für z.B. bessere Lernleistungen hervorgebracht werden.

Tiefe Trance

In der tiefen Trance werden Phänomene möglich, die sich dem Alltagsverstand entziehen. Diese Trancetiefe wird auch als Somnambulismus bezeichnet. Dieser Begriff kann aber wiederum wie der Begriff der Hypnose fälschlich interpretiert werden. Er bedeutet „Schlafwandeln“.  Sinn stiftend kann man ihn noch so deuten, dass während der Alltagsverstand sich in einem schlafähnlichen Zustand befindet, der Tiefenverstand im Unterbewusstsein (Archiv aller Ihrer gespeicherten Inhalte und ausführendes Organ der Prozesse, welche dem Alltagsverstand entzogen sind) zielgerichtet (aufgrund Gabe der Suggestionen) umher wandelt.

Die Steuerung der meisten bekannten Körperfunktionen und die Erzeugung sinnhafter Bilder- und Gefühlswelten wird möglich.

Frühere Erlebnisse aus früheren Jahren können als „damalige“ Person durchlebt werden. Somit lassen sich auch damalige Erlebnisse in der dortigen Vergangenheit im Jetzt durch andere Interpretationen dieser Erlebnisse so verändern, dass diese keinen störenden Einfluss auf die eigene Gegenwart mehr erwirken.

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