Reinkarnationstherapie

Die Rückführung in scheinbare frühere Leben psychotherapeutisch nutzen

Kann Reinkarnationstherapie für Menschen mit atheistischem Glauben hilfreich sein?

Ja, denn bei so einer Sitzung muss es nicht darum gehen das auftauchende unbewusste Material einer chronologischen Zeit zuzuordnen, sondern als sinnhaften Ausdruck des Unbewussten um eine Lösung für die gegenwärtige Lebenssituation zu erarbeiten.
Und hier kommen wir schon zu einer Sichtweise, dass die trance-integrative Rückführung in ein Vorleben, nicht zwangsläufig bedeuten muss, in einem solchen „Vorleben“ gelandet zu sein.

Vorleben als symbolische Darstellung verdrängter Konflikte

Bei der Rückführung in ein früheres Leben kann es sich auch um eine symbolische Darstellung – wie in Träumen üblich – handeln, welche einen tief in das Unbewusste verdrängten Konflikt des jetzigen Lebens repräsentieren will.

Ob es sich nun um ein tatsächliches Vorleben handelt oder um eine symbolhafte Inszenierung des Gehirnes, ist für die therapeutische Wirksamkeit nachrangig zu betrachten.

Reduktion von existenziellen Grundängsten

Ist ein spiritueller Glaube vorhanden, kann ein Eintauchen in ein Vorleben zu einer Reduktion von existenziellen Lebensängsten führen, da der Mensch nun eine erlebte und gefühlte Erfahrung seiner eigenen „Ewigkeit“ gemacht hat.

Chronologische Abfolge von Inkarnationen oder Gleichzeitigkeit aller Leben

Der Wunsch nach einer Reinkarnationstherapie setzt bei einem spirituell offenen Menschen voraus, an eine chronologische Zeit (horizontale Achse) zu glauben, und nicht an eine Gleichzeitigkeit der jemals gelebten Leben (vertikale Hierarchie). Denn was als „Karma“ (positiv wie negativ) in dieses Leben mitgenommen wurde, um es in diesem Leben „abzuarbeiten“, etwas anders zu machen oder eine geistige Entwicklungsaufgabe fortzuführen, kann auch durch die psychotherapeutische Bearbeitung des gegenwärtigen Lebens zur Klärung gebracht werden.

Voraussetzungen für eine Reinkarnationstherapie

Eine Reinkarnationstherapie sollte nur mit psychisch stabilen Menschen durchgeführt werden, um das Tagesbewusstsein des Menschen nicht zu überfordern. Daher sollte immer eine ausführliche Anamnese einer solchen Sitzung vorausgehen und ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut voraussetzen.

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