Selbsthypnose

Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose

Jede Hypnose, bewusst herbeigeführt oder unbewusst entstanden, ist eine Selbsthypnose.
Der Begriff „Hypnose“ sollte für die Bezeichnung des Zustandes der Trance nicht genutzt werden, hat sich aber so sehr manifestiert, dass ich bei dieser falschen Bezeichnung in diesem Kontext bleibe.
Wenn Sie bereits meditieren oder Yoga machen, kennen Sie bereits die Selbsthypnose.
Durch die bewusst herbeigeführte Selbsthypnose können Sie Ihre Erfahrungen beim Meditieren oder beim Yoga jedoch mehr vertiefen und damit auch intensivieren.

Warum sollte man keine Hypnose- oder Meditation-Apps nutzen?

Aus dem einfachen Grund, dass aufgrund der hypnotischen Wirkung die zusätzliche Abhängigkeit von der App und darunter liegend von dem technischen Gerät (z.B. Smartphone) geschaffen werden kann. Und diese Abhängigkeit ist in der heutigen Zeit bei vielen Menschen bereits zu stark. 

Der Mensch sollte in der Lage sein, „selbstwirksam“ die zu ihm gehörenden natürlichen Bewusstseinszustände herbeizuführen ohne auf technische Geräte angewiesen zu sein. Unabhängig von bereits besprochenen Inhalten einer Hypnose-App („Gehalt von Fertiggerichten“) kann der Anwender der Selbsthypnose eigene Suggestionen und sinnliche Inhalte auf sich selbst maßschneidern und würdigt dadurch seine eigene Individualität und Einmaligkeit. Durch dieses Vorgehen steigert der Anwender seine Sensibilität für seine eigene innere Kommunikation.

Sich mithilfe von Apps und Smartphones in Trance („Hypnose“) zu versetzen, bedeutet auch, eine hypnotisch-suggestible Verbindung „unbewusst“ zu solchen künstlichen Hilfsmitteln aufzubauen. Dies kann wiederum „unbewusst“ wirkend dazu führen, dass während andersartiger Nutzung z.B. eines Smartphones – ohne es „bewusst“ zu bemerken – eine stärkere Suggestibilität durch die unbewusste Aktivierung eines Trancezustandes entsteht. Dies kann besonders bei überwiegend negativen Informationsströmen (z.B. Nachrichten) zu einer nachhaltig wirksamen negativen Programmierung des Unbewussten führen und bestehendes Angstpotenzial (Energie) an Informationen koppeln. 

Das Smartphone wird dann ähnlich zu einem Reizauslöser der Trance, wie das Betrachten von Familienbildern oder das Berühren des Teddys aus Kindheitstagen.

Vorteile der Selbsthypnose

Die Vorteile der selbst herbeigeführten Selbsthypnose liegen in der Förderung der Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Selbstverantwortung.

Es bestehen keine Bedenken vor der Beeinflussung durch einen Hypnotiseur, besser gesagt durch einen Suggestions-Sender.
Bei genügend Übung kann der Anwender der Selbsthypnose diese zu jeder Zeit und an jedem Ort unabhängig von technischen Hilfsmitteln oder durch Hilfe eines Hypnotiseurs für sich nutzen.

Nachteile der Selbsthypnose

Ein Nachteil bei der Übung der Selbsthypnose kann unter gewissen Umständen der mangelnde Glaube an die Wirksamkeit der Selbsthypnose sein, vor allem bei fehlender Überzeugung an die eigene Selbstwirksamkeit, und dem darunter liegenden Glauben, dass „andere“ grundsätzlich alles besser können als „ich“.

Bis die Selbsthypnose wirksam für sich selbst eingesetzt werden kann, muss einige Zeit geübt werden, bis Wirkungen erzielt werden können, was ungeduldigen Anwendern schwer fallen kann.
Problematisch kann es werden, wenn in der Selbsthypnose an „falschen“ Zielen und Wünschen gearbeitet wird. Hier kann durch den fehlenden Psychotherapeuten die Reflektion der Ziele und Wünsche nicht ausreichend erfolgen, was sich nachhaltig negativ auswirken kann. Besonders dann, wenn diese falschen Ziele aufgrund einer neurotischen Störung formuliert wurden.

Gibt es einen Nutzen der Selbsthypnose für Psychotherapie in Trance?

Definitiv ja. Denn durch das regelmäßige Üben der Selbsthypnose – aber auch Meditation – können in der trance-integrativen Psychotherapie leichter und schneller tiefere Trancestadien erreicht werden und der Patient kann therapeutisch Erarbeitetes zwischen den Sitzungen vertiefen.

Gerne begleite ich Sie dabei, die Selbsthypnose zu erlernen.

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